Lamellenfenster: Neue Wege im baulichen Brandschutz für Architekten

Herausragende Energieeffizienz von bis zu 0,8W/m2K

Nachhaltig ökologisches Bauen

Kostenvorteile im Facility Management

Absturzsicher: Keine optikzerstörenden Schutzelemente

Einfache Installation, wartungsarm und reinigungsfreundlich

Interessante Perspektiven im Design ohne Mehrkosten im Vergleich zu bisherigen Brandschutzlösungen

Lamellenfenster GLASBAU HAHN – Natürliche Brandschutzsysteme mit fein regulierbarem Rauch- und Wärmeabzug

Rauch- und Wärmeabzug: Baulicher Brandschutz durch Lamellenfenstern von HAHN Lamelle

Lamellenfester von HAHN Lamelle sind als natürliche Rauch- und Wärmeabzugsgeräte gem. DIN EN 12101-2 zertifiziert und verfügen über hervorragende Lüftungseigenschaften. Durch den hohen Strömungswirkungsgrad, die kurzen Öffnungszeiten und die großen Öffnungsflächen fungieren Lamellenfenster von HAHN Lamelle als natürliche Brandlüfter. Als integraler Bestandteil baulicher und natürlicher Brandschutzsysteme sorgen sie für unversperrte Rettungswege und optimale Entrauchung im Brandfall – einfach automatisch geregelt.

Lamellenfenster GLASBAU HAHN – Natürliche Brandschutzsysteme zur Energieerhaltung und Energieeffizienz

Gutes Preis/Leistungsverhältnis durch effiziente Bauweise der HAHN Lamellenfenstern

Unverkennbares Merkmal der Lamellenfenster von HAHN Lamelle sind mittig gelagerte Einzellamellen, die schlankere Rahmenprofile sowie weniger Antriebe mit geringerer Leistung ermöglichen. Ihr guter Wärmekoeffizient und die optimale Tageslichtnutzung, die Abstimmung von Klima und Lüftung und die Erfüllung von ISO-Normen tragen zur Energieerhaltung und Energieeffizienz maßgeblich bei. HAHN Lamellenfenster bieten für das Facility Management langfristig betrachtet einen deutlichen Kostenvorteil: Sie sind wartungsarm und einfach zu reinigen.

 
Lamellenfenster GLASBAU HAHN – Natürliche Brandschutzsysteme mit ansprechendem Design und eleganter Bedienung

Endlich designerische Freiheiten durch wegfallende Schutzelemente

Mit dem Einsatz von HAHN Lamellenfenstern gehören zusätzliche bauliche Vorkehrungen, um die gesetzlichen Bestimmungen der Absturzsicherheit zu gewährleisten, der Vergangenheit an. Waren Architekten bisher in der Fassadengestaltung eingeschränkt, so ergeben sich jetzt neue Freiheiten im Design. Bestätigt haben dies aufwendige Tests von dem renommierten Zentrum für Konstruktionswerkstoffe MPA der Technischen Universität Darmstadt. Somit wurde die absturzsichernde Verglasung nach TRAV gemäß Bauregelliste A Teil 3, lfd. Nr. 2.12 erfüllt.

Lamellenfenster GLASBAU HAHN – Fertigung langlebiger, wartungsarmer und reinigungsfreundlicher Brandschutzsysteme nach Kundenwunsch

Fertigung nach Maß, wartungsarm und reinigungsfreundlich

Wir fertigen nach Ihren individuellen Bedürfnissen: Ob als Oberlicht mit einer Lamelle, als großflächige Anlage mit Festverglasung, ein- oder mehrreihige Elemente, vertikale oder horizontale Lamellen bis hin zu Schrägen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wir fertigen individuell auftargbezogen. Da beide Flächen der HAHN Lamellenfenster von Innen gereinigt werden können, sind diese besonders reinigungsfreundlich. Der durchdachte Aufbau und die Verwendung hochwertigster Materialien macht die HAHN Lamelle besonders wartungsarm.

 

Weitere Vorzüge

  • Alternative zu RWA
  • einbruchhemmend
  • optimale Raumnutzung
  • Verminderung von Unfallgefahren
  • Großer Lüftungsquerschnitt
  • Fensterflügel kann automatisch
    geöffnet werden

Ausgezeichnete Qualität

Lamellenfenster GLASBAU HAHN – Prüfbericht vom Fraunhofer Institut Bauphysik für Luftdurchlässigkeit, Schlagregendichtheit und Widerstand gegen Windlast des Lamellenfenster Typ „S9-iVt-05“
Lamellenfenster GLASBAU HAHN – Prüfbericht der Hochschule Aachen für natürliche Rauch- und Wärmeabzugsgeräte (NRWG)
Lamellenfenster GLASBAU HAHN – Prüfbericht der ift Rosenheim für einbruchhemmendes Lamellenfenster mit 9 Lamellenflügeln
 

Brandschutz: Dimensionen, Begriffe und Lösungen

I. Brandschutz: Chefsache für Bauherren, Planer und Architekten!
    1. Verluste bis zum wirtschaftlichen Ruin: Welche Folgen ziehen Brandschäden nach sich?
    2. Brandschutzmanagement: Wie können Unternehmen Brandsicherheit verbessern?

II. Gesetzliche und vertragliche Grundlagen des Brand- und Rauchschutzes
    1. Brandschutz-Richtlinien: Was sind die zentralen Vorschriften des Brandschutzes?
    2. Rauchschutz-Richtlinien: Integriert in die gesetzlichen Brandschutz-Bestimmungen?
    3. Rauchabzug: Wo sind die länderspezifischen brandschutztechnischen Mindestanforderungen des Gesetzgebers zu finden?
    4. Baugenehmigung: Welche bauordnungsrechtlichen Schutzziele sind zu beachten?
    5. Qualifizierte Entrauchung: Wie können die baurechtlich relevanten Schutzziele erreicht werden?
    6. Nicht deckungsgleiche Vorschriften zum Thema Rauchschutz: Wie sind die Regelwerke M IndBauRL und DIN 18232-2 juristisch vereinbar?

III. Entrauchung: Lebensrettende Brandschutzmaßnahme

    1. Rauchschutz: Viel Rauch um nichts oder unterschätzter Faktor?
    2. Entrauchung: Vorbeugender oder abwehrender Brandschutz?
    3. Anlagentechnischer Brandschutz: Welche Komponenten und Maßnahmen fallen unter Rauchschutz?

IV. Anlagentechnische Maßnahmen zum Brandschutz: RWA, MRA, NRWG & Co.
    1. Effektiver Brandschutz: Welche anlagentechnische Maßnahmen tragen zur Erreichung der Schutzziele bei?
    2. Sprinkleranlagen sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen: Wie wirkt sich die Kombination auf die Schutzziele aus?
    3. Optimale Kombination mit unterschiedlichen Wirkungen: Wie ergänzen sich Sprinkleranlagen sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen am besten? – Überblick

V. Rauch- und Wärmeabzugseinrichtungen als integraler Bestandteil effektiven Brandschutzes
    1. Mechanisch, manuell oder natürlich: Wie kommen RWA's optimal zum Einsatz?
    2. Flexibel und wartungsarm: Welche Vorteile haben natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen?

VI. Lamellenfenster als Lösung für effektiven Brandschutz und zentraler Bestandteil natürlicher Rauch- und Wärmeabzugssysteme (NRWAG)
    1. Brandschutz: Wie fungieren Lamellenfenster im Brandfall?
    2. Lichtkuppeln und Lichtbänder: Natürliche Rauchabzugsanlage mit optimaler Lichtausbeute

VII. Glossar

VIII. Quellenverzeichnis   

I. Brandschutz: Chefsache für Bauherren, Planer und Architekten!

Brandgefahren lauern überall – ob im privaten Umfeld oder am Arbeitsplatz. Deshalb sind Unternehmer bzw. Bauherren schon bei der Planung gewerblicher Gebäude gehalten, für einen vorbeugenden Brandschutz zu sorgen. Denn letzten Endes sind Arbeitgeber für die betriebliche Sicherheit im Unternehmen und in den Arbeitsstätten verantwortlich. Entsprechend haften die für das Bauvorhaben beauftragten Planer und Architekten, welche bestimmten bauordnungsrechtlichen Anforderungen zu genügen haben. Brandschutz ist also – gleich in welcher Phase des Bauvorhabens und seiner Inbetriebnahme sowie unabhängig von Art und Größe des Betriebes – Chefsache.

1. Verluste bis zum wirtschaftlichen Ruin: Welche Folgen ziehen Brandschäden nach sich?

Allein in Deutschland summieren sich jährlich die volkswirtschaftlichen Schadenskosten durch Brände auf mehrere Milliarden Euro. Nach Angaben der Versicherungswirtschaft hat jeder dritte Brand in der Industrie Sachschäden von mehr als einer halben Millionen Euro zur Folge. Die Brandursachen sind vielfältig: z.B. technische Defekte, offenes Feuer, feuergefährliche Arbeiten, Nachlässigkeiten im menschlichen Verhalten oder Brandstiftung.

Angesichts der Brandschäden und der relativ hohen Wahrscheinlichkeit von Bränden verwundert es, dass viele Unternehmen nur das Nötigste in den Brandschutz investieren. Insbesondere bei klein- und mittelständischen Unternehmen oder bei Freiberuflern sind oftmals erhebliche Mängel im betrieblichen Brandschutz festzustellen, - und das, obwohl Brände bekanntlich oft zu schweren Personen- und Sachschäden führen.

Neben den unmittelbaren Brandschäden werden darüber hinaus die Folgeschäden hinlänglich unterschätzt. Gerade Wirtschaftsunternehmen müssen u.a. mit empfindlichen Verlusten rechnen: a) finanzielle etwa durch erlittene Marktverdrängung oder durch das eingebüßte Vertrauen bei Kunden, b) personelle durch den Verlust qualifizierter Mitarbeiter, c) Prestige- und Imageverlust in der Öffentlichkeit oder durch zivil- bzw. strafrechtliche Prozesse. Nicht selten gehen diese Verluste mit dem wirtschaftlichen Ruin einher.

2. Brandschutzmanagement: Wie können Unternehmen Brandsicherheit verbessern?

Ein schadenfreier und reibungsloser betrieblicher Ablauf ist Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg eines jeden Unternehmens. Zu den entscheidenden Faktoren für dessen Gewährleistung gehört konsequentes und vorbeugendes Brandschutzmanagement. Erkennt man bereits in der Bauphase Gefahren und Brandrisiken, bewertet diese und ergreift geeignete Schutzmaßnahmen, hat das Unternehmen schon einiges zu einer hohen Brandsicherheit beigetragen.

Zur Verbesserung der Brandsicherheit gehören vorbeugend organisatorische, technische, bauliche und abwehrende Maßnahmen des Brandschutzes. Um Risiken von Brand- und deren Folgeschäden zu minimieren, sind auf der einen Seite ausreichende Kenntnisse über Brände und deren vielfältigen Schadenauswirkungen auf den Betrieb erforderlich und auf der anderen Seite das Wissen, wie diese drohenden Schäden zu verhüten bzw. zu vermeiden sind.

II. Gesetzliche und vertragliche Grundlagen des Brand- und Rauchschutzes

Die gesetzlich und auch vertraglich von Feuerversicherungen vorgeschriebenen Brandschutzanforderungen sind vielseitig und sowohl von Gewerbetreibenden, als selbstverständlich auch von Planern und Architekten zu beachten. Denn in gerade in den Planungs- und Bauphasen spielt der vorbeugende Brandschutz eine wesentliche Rolle, der zum Ziel hat, sowohl Brandentstehung zu verhindern als auch seine Ausbreitung einzuschränken (siehe auch http://www.bvbf.de ).

1. Brandschutz-Richtlinien: Was sind die zentralen Vorschriften des Brandschutzes?

Gesetzliche Richtlinien zum Brandschutz sind insbesondere in § 14 MBO und § 35 MBO (Musterbauordnung) enthalten.

Durch den Föderalismus fällt das Baurecht in Deutschland in die Zuständigkeit der Bundesländer. Auch die gesetzlichen Grundlagen für die Vorschriften des Brandschutzes sind in den jeweiligen Landesbauordnungen (LBO) geregelt. Um die Zuständigkeit der Länder einerseits zuzuordnen sowie eine gewisse Einheitlichkeit herzustellen, wurde als Grundlage für die LBO die Musterbauordnung (MBO) im Jahre 1993 verabschiedet. Die für das Bauwesen zuständigen Länderministerien ließen und lassen in diesem Rahmen von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe (ARGEBAU) Mustergesetzesentwürfe erarbeiten, die dann je nach Bundesland mit oder ohne länderspezifische Modifizierungen als Gesetz, Verordnung oder Richtlinie des Landes gültig werden können. Im Laufe der vergangenen Jahre erfolgte auf diese Weise in fast allen 16 Bundesländern eine stetige Anpassung an die festgeschriebene MBO (siehe auch aktuelle Gesetzeslage). Die Grundlage des Brandschutzes ist im § 14 der Musterbauordnung (MBO) folgendermaßen ausformuliert:


§ 14 MBO (Fassung November 2002)

„Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.“

2. Rauchschutz-Richtlinien: Integriert in die gesetzlichen Brandschutz-Bestimmungen?

Die Forderung, der Entstehung und Ausbreitung eines Brandes vorzubeugen, umschließt außerdem den Schutz gegen die Ausbreitung von Rauch als Folge eines Schadenfeuers. Die gemäß der MBO gleichlautenden oder sinngemäßen Formulierungen der jeweiligen Landesbauordnungen (LBO) sehen entsprechende Vorschriften hinsichtlich des Rauchschutzes vor, die folgende Bereiche umfassen

  • Der anlagentechnische Rauchschutz,
  • die Rauchentdeckung und -meldung,
  • eine Begrenzung der Rauchausbreitung sowie
  • die Rauchableitung bzw. der Rauchabzug

und somit bereits (indirekt) in den Baugrundgesetzen vorgeschrieben sind.

Der Treppenraum, als der im Brandfall wichtigste Flucht-, Rettungs- und Löschangriffsweg, soll immer möglichst rauchfrei bleiben. Deshalb ist es u. a. untersagt, in Treppenräumen brennbare Baustoffe oder brennbare Einrichtungen einzubringen.
Die Regelungen zur Entrauchung speziell im Treppenraum sind in der Musterbauordnung zur § 35 MBO ausgeführt.

3. Rauchabzug: Wo sind die länderspezifischen brandschutztechnischen Mindestanforderungen des Gesetzgebers zu finden?

Die wesentlichen Regelungen zu Fragen der Entrauchung können je nach Bundesland voneinander abweichen und unterliegen außerdem ständigen Veränderungen. Eine hilfreiche Übersicht nach Ländern geordnet finden Sie dennoch auf der Informationsseite des Fachverbandes Tageslicht und Rauchschutz e.V. (FVLR).

4. Baugenehmigung: Welche bauordnungsrechtlichen Schutzziele sind zu beachten?

Die bauordnungsrechtlich berücksichtigten Schutzziele betreffen den

  • Personenschutz: Verwendung bestimmter Baustoffklassen & Einhaltung von maximal erlaubten Rettungsweglängen
  • Nachbarschaftsschutz: Einhaltung von Mindestabständen der Gebäude untereinander und der Bauteilklasse der harten Bedachung für Dächer
  • Umweltschutz: Verwendung bestimmter Baustoffe & Einhaltung bestimmter Baustoffklassen

Als informative Lektüre zu detaillierten Vorschriften zum Thema Entrauchung ist das Grundsatzpapier Entrauchung zu empfehlen, das von dem Fachverband Tageslicht und Rauchschutz e.V. (FVLR) zur Verfügung gestellt wird.

Neben den oben aufgeführten baurechtlich relevanten Schutzzielen, die zur Erlangung der Baugenehmigung einzuhalten sind, können sich bei der Ausführungsplanung, der Errichtung und dem Betrieb eines Gebäudes weitere Schutzziele anschließen:

  • Sachschutz
  • Drittschutz (Verkehrssicherungspflicht)
  • Erfolgshaftung
  • usw.

5. Qualifizierte Entrauchung: Wie können die baurechtlich relevanten Schutzziele erreicht werden?

Zur Erreichung der oben aufgelisteten zusätzlichen Schutzziele ist zumeist eine qualifizierte Entrauchung sinnvoll und notwendig. Siehe auch VDMA-Grundlagenpapier Entrauchung.

Hierzu kommen natürliche Rauchabzugsanlagen (NRA) in Betracht, die nach DIN 18232-2 projektiert wurden, oder Produkte, die nach DIN EN 12101 zertifiziert sind. Die hohe, über viele Jahre dauernde Funktionssicherheit dieser auch unter den Begriff RWA bekannten Anlagen (Rauch- und Wärmeabzugsanlagen) ist nachgewiesen, solange diese fachgerecht gewartet werden. So waren laut einer von der FVLR in Auftrag gegebenen RWA-Funktionssicherheits-Statistik 99,21 Prozent aller gewarteten Anlagen auch nach vielen Jahren funktionstüchtig. Die festgestellten Mängel der restlichen Anlagen waren auf bauseitige Fehlhandlungen und/oder Wartungsmängel zurückzuführen.

Eine qualifizierte Rauchabzugsanlage kann auch mit maschinellen Rauchabzugsventilatoren (MRA) (zertifiziert nach DIN EN 12101-3) erreicht werden, wenn die Projektierung nach DIN 18232-5 erfolgt.
Die folgende Übersicht zeigt die verschiedenen Wege zur Erreichung der vorgeschriebenen Schutzziele mittels qualifizierter Entrauchung.

 

 

Erreichung der Schutzziele durch qualifizierte Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA)

6. Nicht deckungsgleiche Vorschriften zum Thema Rauchschutz: Wie sind die Regelwerke M IndBauRL und DIN 18232-2 juristisch vereinbar?

Im Jahre 2000 verabschiedete die ARGEBAU (die bereits genannte Arbeitsgemeinschaft der für das Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesen zuständigen Minister) eine Muster-Richtlinie über den Brandschutz im Industriebau (M IndBauRL), die zum Ziel hat, die Mindestanforderungen an den Brandschutz von Industriebauten zu regeln. Neben Aspekten der Feuerwiderstandsfähigkeit der Bauteile, der Brennbarkeit der Baustoffe, der Größe der Brandabschnitte bzw. Brandbekämpfungsabschnitte sowie der Anordnung, Lage und Länge der Rettungswege werden zudem Mindestanforderungen an den Rauchabzug genannt.

Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) publizierte 2007 eine Neufassung der vom Normenausschuss Bauwesen erarbeiteten DIN 18232-2 "Rauch- und Wärmefreihaltung, Teil 2: Natürliche Rauchabzüge (NRA)".

Beide Regelwerke (M IndBauRL und DIN 18232-2) betreffen den Rauchschutz, allerdings sind ihre Vorschriften nicht deckungsgleich. Um Missverständnissen vorzubeugen und das juristische Verhältnis zueinander zu klären, hält der FVLR ein Planspiel bereit, das Antworten über die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen der M IndBauRL und der DIN 18232-2 geben kann.

III. Entrauchung: Lebensrettende Brandschutzmaßnahme

1. Rauchschutz: Viel Rauch um nichts oder unterschätzter Faktor?

Im Brandfall wird innerhalb eines Gebäudes die Rauch- und Feuersäule durch die Geschoßdecke oder das Dach daran gehindert, nach oben abzuziehen, d.h. Rauch- und heiße Brandgase steigen auf und breiten sich unterhalb der Decke aus. Zur gleichen Zeit füllt dieser schwarze Rauch den ganzen Raum von oben nach unten in Windeseile aus. Da der Raum völlig verqualmt ist, sind Rettung von Menschenleben und gezielte Löscharbeiten erheblich erschwert oder werden sogar gänzlich verhindert. Die Rauchgasmengen mit ihrer unterschiedlichen Giftigkeit können zu schlimmsten Verlusten führen. Doch die freigesetzten Rauchgasmengen werden im Allgemeinen gefährlich unterschätzt.

Doch stellt man sich mit Blick auf einerseits auf Feuer (Hitze) und andererseits Rauch (Atem- und Sichtbehinderung) während des Brandfalles die Fragen, was

  • beim Brand zuerst entsteht,
  • was die Selbst- und Fremdrettung sowie den Feuerwehreinsatz am stärksten behindert und
  • woran Menschen in den meisten Brandfällen tatsächlich sterben,

ist unweigerlich festzustellen, dass der Brandrauch für den Menschen das Gefährlichste ist und nicht etwa – wie gemeinhin angenommen wird – die Brandhitze bzw. das Feuer selbst. Damit muss dem Brandrauch eindeutig die vorrangige Bedeutung beigemessen werden. Und somit muss gerade dem Rauchschutz eine wesentliche und zentrale Gewichtung im Rahmen des Brandschutzes zugeordnet werden, dem es gilt, mit besonderer Aufmerksamkeit, Umsicht und präventiven Maßnahmen zu begegnen.

2. Entrauchung: vorbeugender oder abwehrender Brandschutz?

Der vorbeugende Brandschutz wird unterteilt in

  • den baulichen Brandschutz, darin enthalten ist

    • gestalterischer Brandschutz
    • konstruktiver Brandschutz

  • den anlagentechnischen Brandschutz und
  • den betrieblichen Brandschutz.

Gegenüber dem vorbeugenden Brandschutz ist der abwehrende Brandschutz zu unterscheiden, also den Feuerwehrlöscheinsatz.

Entgegen der Ansicht der meisten Laien und mancher Feuerwehrleute werden die meisten Brände aber nicht mit Wasser gelöscht, sondern am Schreibtisch im Rahmen der Bau-Entscheidungen und -Planungen. Denn hier findet der vorbeugende Brandschutz statt, durch den die meisten Brände „gelöscht“ werden, indem sie erst gar nicht eintreten.

3. Anlagentechnischer Brandschutz: Welche Komponenten und Maßnahmen fallen unter Rauchschutz?

Wie aus den gesetzlichen Brandschutzbestimmungen bereits ersichtlich, fallen unter Rauchschutz Maßnahmen und Faktoren wie

  • Rauchentdeckung
  • Alarmierung
  • Räumungstechnik
  • Haustechnik
  • Bildung von Rauchabschnitten
  • Begrenzung der Rauchausbreitung
  • Rauchabführung
  • Zuluftführung
  • und schließlich Entrauchung.

Damit unterliegt Rauchschutz überwiegend dem anlagentechnischen Brandschutz.

IV. Anlagentechnische Maßnahmen zum Brandschutz: RWA, MRA, NRWG & Co.

1. Effektiver Brandschutz: Welche anlagentechnische Maßnahmen tragen zur Erreichung der Schutzziele bei?

Die unterschiedlichen anlagentechnischen Maßnahmen tragen auf ihre je spezifische Weise zur Erreichung der Schutzziele bei, mitunter ergänzen sie sich gegenseitig. Der Brandschutz dient dem Schutz der unterschiedlichsten Bereiche, wie oben ausgeführt etwa dem Personen-, dem Sach- und dem Umweltschutz. Dies kommt bei den anlagentechnischen Maßnahmen wie Sprinkler- oder Rauch- und Wärmeabzugsanlagen deutlich zum Tragen.

So werden Wasserlöschanlagen zum Löschen von Bränden eingesetzt. Sie haben vornehmlich die Funktion, die Brandlast zu kühlen und im Vorfeld zu benetzen und/oder die Brandausbreitung zu verringern.
Demgegenüber umschließt der Rauch- und Wärmeabzug zwei Aufgabenfelder: Zum einen werden bereits in der Entstehungsbrandphase Rauchgase abgeleitet. Zum anderen bleiben Fluchtwege zur Selbst- oder Fremdrettung sowie Angriffswege der Feuerwehr zum gezielten Löschangriff passierbar. Schließlich reduziert die zusätzliche Wärmeabführung die thermische Belastung auf die (tragenden) Bauteile in der Vollbrandphase und verlängert damit deren Standzeiten.

Die Brandrauchableitung kann sowohl mit natürlichen Rauch- und Wärmeabzugsgeräten (NRWG) bzw. Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) als auch mit mechanischen Systemen (MRA) erfolgen.

Bei der Bemessung solcher Anlagen gelten für Standardanwendungen die Regelwerke DIN 18232 Teil 2 und Teil 5 bzw. die VdS CEA-Richtlinie 4020.

2. Sprinkleranlagen sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen: Wie wirkt sich die Kombination auf die Schutzziele aus?

In früheren Zeiten wurden planerische Maßnahmen von der Befürchtung beeinflusst, dass sich die Kombination von Sprinkler- sowie Wärme- und Abzugsanlagen negativ auswirken könnte. Diese Annahme ist mittlerweile widerlegt. Im Gegenteil ist vielmehr nachgewiesenermaßen die Verbindung dieser beiden Anlagen äußerst vorteilhaft.

Denn wie oben angedeutet, erfolgt die Löschwirkung einer Wasserlöschanlage durch Abkühlung des Brandgutes. Dies geschieht über Wärmeentzug in das Löschwasser hinein. Ausgelöst wird die Wasserlöschanlage dabei meist über Thermoelemente. Diese wiederum benötigen dafür einen ausreichend großen Temperaturanstieg. Für diesen Anstieg ist allerdings eine entsprechende Luftströmung nötig, für die schließlich die Rauch- und Wärmeabzugsanlage sorgt.

Während bei niedrigen Raumhöhen und sofortiger, sehr intensiver Wärmefreisetzung die Sprinkleranlage üblicherweise bereits nach wenigen Minuten aktiviert wird, verzögert sich ihre Aktivierung um zehn oder mehr Minuten im Falle eines sich eher langsam entwickelnden Entstehungsbranden und von Räumen mit größerer Höhe, weil die Thermoelemente erst später ansprechen. Und die meisten Brände entwickeln sich nach den Erfahrungen der Feuerwehreinsätze zunächst langsam. 

Ähnliches gilt für die Aktivierung bzw. Öffnung der Rauch- und Wärmeabzugsanlage, wenn diese ebenfalls über Thermoelemente erfolgt. Deshalb ist hier ein Melder mit der Kenngröße Rauch generell sinnvoll, um eine wesentlich frühere Öffnung der RWA zu erreichen, und zwar möglichst zu Beginn der Entstehungsbrandphase..

Laut Empfehlung sollte eine Sprinkleranlage so deckennah wie möglich angeordnet werden. Denn mit der deckennahen Anordnung ist sichergestellt, dass sich die Thermoauslösung der Sprinkleranlage auch dann noch in der Heißgasschicht befindet, wenn die RWA schon aktiviert ist. Ist dies nämlich gewährleistet und darüber hinaus verbunden mit der Bildung von Rauchabschnitten bei größeren Räumen, spricht der Sprinkler im Vergleich zu Räumen ohne RWA nicht – wie ehemals befürchtet – später an. Im Gegenteil: Wegen der verbesserten Wärmeübertragung der sich bewegenden Heißgasschicht spricht der Sprinkler bei geöffneter RWA häufig sogar früher an.

3. Optimale Kombination mit unterschiedlichen Wirkungen: Wie ergänzen sich Sprinkleranlagen sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen am besten? – Überblick

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht der unterschiedlichen Wirkungen von Sprinkleranlagen auf der einen Seite sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen auf der anderen Seite auf den Personen-, Sach- und Umweltschutz. Gleichzeitig verdeutlicht sie die positive Ergänzung zueinander bei der Erreichung der Schutzziele.

 

UmweltschutzWasserlöschanlagenRauch- und Wärmeabzugsanlagen
BrandfolgeprodukteNach der Brandlöschung wird weitere Schadstoffbildung vermindertUnterstüzung des gezielten Löschangriffs durch die Feuerwehr
PersonenschutzWasserlöschanlagenRauch- und Wärmeabzugsanlagen
Schäden durch Brandwärme/HitzeVerminderung der vom Brand freigesetzten WärmeAbleitung von Brandwärme Thermische Entlastung der Konstruktion
Sicherung von Flucht- und RettungswegenBegrenzung des Brandes und seiner AusbreitungSchaffung einer raucharmen Schicht zur Selbst-/Fremdrettung
BrandbekämpfungDirekte Brandbekämpfung nach Auslösung der Anlage: Brandbegrenzung und Unterstützung des Löschangriffs durch die FeuerwehrRaucharme Schicht ermöglicht die Brandbekämpfung durch die Feuerwehr
SchadstofffreisetzungNach erfolgter Brandlöschung wird die weitere Schadstoffbildung vermindertAbführen von Brandgasen



SachschutzWasserlöschanlagenRauch- und Wärmeabzugsanlagen
Schäden durch Brandwärme/HitzeBegrenzung der Brandausbreitung und Verminderung der Wärmefreisetzung mittels direkter Brandbekämpfung nach Auslösung der AnlageAbleitung von Brandwärme Thermische Entlastung der Konstruktion
Schäden durch RauchNach der Brandlöschung wird die weitere Schadstoffbildung vermindertAbführen von Brandgasen Eingrenzung von Rauchschäden

V. Rauch- und Wärmeabzugseinrichtungen als integraler Bestandteil effektiven Brandschutzes

1. Mechanisch, manuell oder natürlich: Wie kommen RWA’s optimal zum Einsatz?

Wie dargelegt wurde, stellen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen im Brandfall die Ableitung von Rauch und heißen Brandgasen sicher und tragen somit maßgeblich zur Rettung von Menschenleben bei. 

Rauch- und Wärmeableitung als Summe aller Maßnahmen und Mittel zur sicheren Abführung von Rauch- und Brandgasen kann durch unterschiedliche Anlagen und Geräte integriert werden.

Elektrische RWA-Anlagen umfassen elektromechanische Antriebe für Fenster oder Klappen, eine zentrale Steuereinheit mit einer zweifachen Energieversorgung und Rauchmelder zur Brandfrüherkennung. Die Öffnung erfolgt entweder automatisch durch ein Meldersignal oder durch manuelle Aktivierung über entsprechende Taster.

Die Planung, Ausführung und Wartung von RWA-Anlagen sollte nur von qualifizierten Firmen durchgeführt werden. Beurteilungsgrundlage von Rauch- Wärmeabzugsanlagen sind in DIN EN 12101 Teil 1 und 2 festgelegt.

Während mechanische Rauch-Wärmeabzugsgeräte (MRA) den Rauch über Ventilatoren absaugen, nutzen natürliche Rauch-Wärmeabzugsgeräte (NRWGs) den thermischen Auftrieb, um die Rauchgase aus dem Gebäude zu leiten. Beide Systeme können jeweils entsprechend für die gebäude- und betriebsspezifische Voraussetzungen und Anforderungen eingesetzt werden.

2. Flexibel und wartungsarm: Welche Vorteile haben natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen?

Der Vorteil der natürlichen Rauchabzugsanlage (NRA) besteht darin, dass sie bei zunehmenden Temperaturen durch ihre höhere Abzugsleistung die zusätzlich entstehenden Rauchgasvolumen abtransportiert. Die maschinellen Rauchabzugsanlagen (MRA) leiten die Rauchgase mechanisch über Ventilatoren bei einem konstanten Fördervolumen ab. Für niedrige Brandtemperaturen ist dieses Verfahren gut geeignet. Doch bei höheren Temperaturen kann es passieren, dass das konstante Fördervolumen der Ventilatoren durch die Temperatur wachsender Volumenströme nicht ausreichend abführen kann.

Viele erfahrene Planer und Architekten ziehen zudem einfache Lösungen den komplizierteren (und anfälligeren) Anlagen und Geräten vor. Dies betrifft sowohl die Architektur im Allgemeinen als auch vorgefertigte Anlagen, bei denen es z.B. bei der Koordination von Anschlüssen und Durchbrüchen mit anderen Systemen zu Komplikationen bzw. Inkompabilitäten kommen kann. Deshalb gilt für viele Experten: Je einfacher, desto besser.

VI. Lamellenfenster als Lösung für effektiven Brandschutz und zentraler Bestandteil natürlicher Rauch- und Wärmeabzugssysteme (NRWAG)

1. Brandschutz: Wie fungieren Lamellenfenster im Brandfall?

Neben ihren hervorragende Lüftungseigenschaften verfügen hochwertige und optisch ansprechende Lamellenfester wie zum beispiel von HAHN Lamelle  über einen fein regulierbaren Rauchabzug und Wärmeabzug und integrieren damit ein wesentliches Element des vorbeugenden Brandschutzes. Auch wenn heute mittlerweile zwischen Rauchabzug und Wärmeabzug unterschieden wird, sind Lamellenfenster für beide Anwendungen einsetzbar. Hinsichtlich vorbeugenden Brandschutzes erfüllen sie die Brandschutznormen und RWA-Richtlinien und sind nach EN 12 101-2 der Rauch- und Wärmefreihaltung zertifiziert.

Lamellenfenster wie etwa von HAHN Lamelle zeichnen sich als natürliche Brandlüfter durch ihren hohen Strömungswirkungsgrad, die kurzen Öffnungszeiten und die großen Öffnungsflächen aus. So ermöglichen sie außerdem freie Flucht- und Rettungswege im Brandfall. Darüber hinaus sorgen sie für schnelle und weitgehende Entrauchung hoher und niedriger  Räume.

Damit sind die Lamellenfenster von HAHN zentrales Element des vorbeugenden Brandschutzes. Als natürliche Rauchabzugsanlagen und Wärmeabzugsanlagen liefern sie die lebenswichtigen Wirkungsziele von Entrauchung und unversperrter Rettungswege und sind somit als wesentliche Komponente natürlicher Brandschutzsysteme nicht wegzudenken. 

2. Lichtkuppeln und Lichtbänder: Natürliche Rauchabzugsanlage mit optimaler Lichtausbeute

Lichtkuppeln und Lichtbänder sind Komponenten von Verdunkelungsanlagen und tragen auf flächigen Gebäuden zum effizienten Rauchabzug im Brandfall bei. Modelle von HAHN Lamelle verfügen über eine stufenlos regulierbare Lichtkontrolle, die von voll geöffnet, über abschattend bis dicht geschlossen variiert. Damit erfüllen sie – in ästhetisch äußerst ansprechender Erscheinung – nicht nur den Zweck der natürlichen Belichtung, sondern auch der Belüftung, Entlüftung sowie der Entrauchung. Die Lichtkuppeln und Lichtbänder sind entsprechend der europäischen Brandschutzbestimmungen ausgestattet und liefern somit Lösungsmodelle für den Einsatz auf Flachdächern von Industriebauten, Lagerhäusern und weiteren großflächigen Wirtschafts- und Verwaltungsbauten.

VII. Glossar

Brandschutz

  • ARGEBAU: Arbeitsgemeinschaft der für das Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesen zuständigen Minister
  • Baugesetzbuch (BauGB): wichtigstes Gesetz im deutschen Bauplanungsrecht ((vormals Bundesbaugesetz (BBauG));  regelt Gestalt, Struktur und Entwicklung des besiedelten Raumes und die „Bewohnbarkeit“ der Städte und Dörfer
  • Bauordnung (BauO): Hauptbestandteil des Bauordnungsrechts, welche bei Bauvorhaben zu beachtende Anforderungen regelt
  • Brandmeldeanlagen (BMA): Gefahrenmeldeanlage zur frühzeitigen Erkennung von Brand und Feuer
  • Brandschutz: alle Maßnahmen, die der Entstehung eines Brandes oder der Brandausbreitung durch Feuer oder Rauch vorbeugen, die Rettung von Personen sowie Tieren oder barrierefreie Löscharbeiten im Brandfall ermöglichen
  • Brandschutzbeauftragter: vom Arbeitgeber beauftragt und speziell ausgebildet, um im Unternehmen den betrieblichen Brandschutz zu übernehmen
  • Brandschutzbestimmungen: EN-Vorschriften zum Brandschutz, Brandprüfnormen, Brandsicherheitsklassifikationen u.ä.
  • Brandschutzgutachten: kann in Deutschland notwendig sein, im Interesse des Bauherren durch einen zugelassenen Brandschutzgutachter nach DIN EN 17024 erstelln zu lassen
  • Brandschutzkonzept: bei lokalen Behörden einzureichen und abzustimmen
  • Brandschutzordnung: regelt  das Verhalten der Personen innerhalb eines Gebäudes oder Betriebes im Brandfall bzw. die Maßnahmen, welche Brände verhüten sollen. Sie ist für jedes Gebäude vorgeschrieben und als geeignete und ausreichende Information für die Angehörigen der Betriebe weiterzugeben
  • Brandschutzverordnung: Gestaltungs- und Verhaltensvorschriften zum Brandschutz
  • Landesbauordnung (LBO): Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes und Bestandteil des öffentlichen Baurechts
  • Verhalten im Brandfall: Alarmplan, der in Betrieben und oft in öffentlichen Gebäuden aushängt.
  • Vorbeugender Brandschutz: Maßnahmen, die der Entstehung eines Brandes oder der Brandausbreitung durch Feuer oder Rauch vorbeugen, Menschen und Tiere retten sowie wirksame Löscharbeiten ermöglichen
  • Musterbauordnung (MBO): vereinheitlicht  die dem Landesrecht unterliegenden Landesbauordnungen

Rauchschutz

  • Aufzugsschachtentrauchung: spezielle Systeme zur Entrauchung im Aufzugsschacht
  • Entrauchung: wesentliches Element des vorbeugenden Brandschutzes
  • Feuerwiderstandsdauer: (auch Brandwiderstandsdauer): Feuerwiderstand eines Bauteils steht für die Dauer, während der dieses Bauteil im Brandfall seine Funktion behält
  • Fluchtweg-Entrauchung: begegnet der Problematik Rauchübertritt in Flucht- und Rettungswege
  • Maschinelle Rauchabzugsanlagen (MRA):  deren Funktion erfolgt mit motorischem Antrieb
  • Natürliche Rauchabzugsanlagen (NRA): RWA, deren Funktion auf dem thermischen Auftriebsprinzip beruht (z.B. Lichtkuppeln, Jalousien)
  • Natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (NRWA)
  • Natürliche Rauch- und Wärmeabzugsgeräte (NRWG): bzw. natürliches Rauchabzugsgerät, das in der Gebäudeaußenhülle eingesetzt wird (z.B. Lichtkuppeln im Dach, Fenster in der Wand)
  • Rauchableitung: dient der Kaltentrauchung, die nach einem Feuer eingesetztz wird, um den im Gebäude verbliebenen Rauch zu entfernen
  • Rauchabzug: Entrauchung im Brandfall (Wärementrauchung), welche die sichere Nutzung von Flucht- und Rettungswegen ermöglicht
  • Rauch- und Wärmeabzug: ein geöffneter leitet auch Brandhitze ab, deshalb werden beide Begriffe verwendet
  • Rauch- und Wärmeabzugsanlagen RWA: komplette Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, zusammengesetzt aus einzelnen Rauch- und Wärmeabzugsgeräten (RWG). Auslöse- und Bedienelementen, der Energie- und Zuluftversorgung, Leitungen, ggf. Rauchschürzen
  • Rauch- und Wärmefreihaltung : Regeln zur Planung, Auslegung und Dimensionierung von mechanischen Anlagen und Systemen zur Entrauchung und Wärmeabführung
  • Wärmeabzug (WA): wirkt später als ein Rauchabzug; ein NRWG ist immer auch ein Wärmeabzug – ein Wärmeabzug demgegenüber aber kein NRWG

VIII. Quellenverzeichnis

Allgemeine Informationen

Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e.V. (bvbf) http://www.bvbf.de/

Bauordnung

http://www.bauordnungen.de/html/deutschland.html

Bauordnung und Brandschutz

http://www.bauordnungen.de/Baugesetzbuch.pdf

Europäische "Brandschutznormen" 

(für Türen, Tore und Fenstern aus Holz und Metall einschließlich der Schlösser, Baubeschläge und Zubehör)

EN 1363
EN 1634
EN 16034
EN 16035
EN 15269
EN 14846

Entrauchung:

http://www.baulinks.de/webplugin/2012/2202.php4

http://www.fvlr.de/

http://lr.vdma.org/documents/105915/836717/Grundlagenpapier+Entrauchung+2012/12882d06-a35b-48f0-a622-5be7c8d77a83

http://www.baulinks.de/webplugin/2011/1314.php4